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Photofolio Chris Burkard

Geschrieben von: Jens Steffenhagen Montag, den 05. April 2010 um 12:53 Uhr

burkard_portrait

Neue Winkel und Einstellungen sind in der heutigen Surf-Fotografie rar geworden. Zwar gleicht die Namensliste der dem Surfen verbundenen Photogs fast dem Telefonbuch Manhattans, doch trotz der vielen neuen Gesichter, die jedes Jahr mit digitalem Equipment bewaffnet an den Lineups dieser Welt auftauchen, sind wirklich neue Ideen und Einflüsse eher Mangelware. Chris Burkard, 25 Jahre jung, hat frischen Wind in ein angestaubtes Genre gebracht.


Mittlerweile hat er fast alle Preise der Branche abgeräumt, ein eigenes Buch veröffentlicht und Photofolios in fast allen groflen Surfmagazinen platziert. Vor allem aber hat er es geschafft, seinen eigenen Stil zu finden. Das sind genug Gründe, den Kalifornier aus Pismo Beach an der Central Coast zu Wort kommen zu lassen und einige seiner fotografischen Highlights zu präsentieren.


Hi Chris, du hast in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt. Wie würdest Du Deine fotografische Philosophie beschreiben?

Ich versuche Bilder zu schieflen, die für sich zeitlos sind. Trotz der Kommerzialisierung des Surfsports versuche ich, möglichst wenig nach den neuen Trends, bekannten Namen, Sponsoren oder bedeutenden Surfspots zu gehen. Vielmehr interessieren mich Silhouetten und kreative Lichteinstellungen, die auch viele Jahre später, unabhängig von der jeweiligen Ära, noch aktuell und interessant sind.


Was macht einen guten Surf-Fotografen aus?

Die größte Herausforderung besteht darin, aus einer unkontrollierbaren chaotischen Situation etwas Substantielles herauszuholen, ohne die bestehende Umgebung zu verfälschen oder zu manipulieren. Mich fasziniert es, wenn ich einen Fotografen sehe, der an einem Spot, der wieder und wieder geschossen wurde, rausschwimmt und einen neune Winkel oder eine neue Einstellung findet, die es so noch nicht gegeben hat. Manche Fotografen können durch ihre Bilder Geschichten erzählen, und dies sind für mich die Stars unserer Zunft. Meine gröflten Vorbilder sind Dave Nelson, Michael Fatali, Patrick Trefz, Art Brewer und Henri Cartier-Bresson.


Mit welchen Surfern fotografierst Du am liebsten?

Eigentlich jeder Surfer der ungewöhnliche Lines wählt, der neue Dinge ausprobiert ,wie alte Shapes, verschiedene Finnenformationen und seinen Surfstyle variieren kann. Dan Malloy, Eric Soderquist, Nate Tyler gehören für mich zu diesen Surfern.


Was sind Deine liebsten Locations?

Ich fotografiere am liebsten in Gegenden, in denen das Wasser kalt und die Luft und die Farben klar sind. Meinen besten Surftrip hatte ich vor kurzem zu den Queen Charlotte Inseln nördlich von Kanada. Es war eine echte Entdeckerreise mit ungesurften Spots, die auf keiner Karte eingezeichnet sind und unzähligen leeren Lineups. Diese Reise war ebenso inspirierend was die Fotografie angeht, als auch faszinierend, betrachtet man das unglaubliche Wellenpotenzial, das es dort oben noch gibt.


Hier geht es zu Chris' Website

 

Beim Betrachten dieses Shots werden bei mir Kindheitserinnerungen geweckt. Ich muss unweigerlich an die Zeit denken, in der ich einfach nur in den Tag hineinlebte und mir nur darüber Gedanken machen musste, wie und wo ich als nächstes surfen gehe. Hier cruised Eric Soderquist durch den Tunnel und lässt alles andere hinter sich.

Eric Soderquist im Schatten des gelben Lichts.

Cylinders, Newport Beach. Die Kombination aus Abendlicht und langer Belichtungszeit sorgt in diesem Bild für die verrückte Farbmischung. Ich mag dieses Bild, da es mich an ein Gemälde erinnert.

Sonoma County Blues. Es war faszinierend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit das Wasser aus der Mündung des Salmon Creek Rivers auf die hereinrollenden Wellen traf. Es entstand ein dramatisches Farbspektrum! Ich finde, dass die Belichtungszeit von 1/30 Sekunde dies perfekt einfängt.

Dieser Bechbreak vor der Küste von Los Angeles ist eher für sein schmutziges Wasser und weniger für seine cleanen Barrels bekannt. An diesem Tag kam beides zusammen. Ich erwischte diese Tube in der Inside und schaffte es soeben, mein Unterwassergehäuse hineinzuhalten. Diese Welle war nur etwa 20 cm hoch. Kein Witz!

Verheerende Waldbrände zerstörten im Herbst 2007 zwischen Malibu und Oceanside eine ganze Reihe Wohnhäuser. Der starke Wind blies den Rauch und jede Menge Aschepartikel die Küste hinauf. Die Asche und der Qualm sorgten den ganzen Tag über für dämmriges, warmes Licht. Ich habe dieses Bild von einem Hügel aus geschossen. Eine gute Wahl – was die Perspektive angeht, passt hier einfach alles.

Experimente mit Licht und Schatten (1). Rider: Nate Tyler.

Experimente mit Licht und Schatten (2). Rider: Sepp Bruhwiler

Experimente mit Licht und Schatten (3). Rider: Chad Jackson.

Auf meiner ersten Reise nach Indonesien fotografierte ich in Macaronis und sah zum ersten Mal Wellen in absoluter Perfektion. An diesem Tag feuerte das Riff und wenn Macaronis groß wird, schmeiflt die Lippe eine Menge Wasser nach vorne. Dann hat die Welle gewisse Ähnlichkeit mit Chopes. An diesem Tag bin ich mehrmals ziemlich heftig gewaschen worden. Hier wollte ich eigentlich eine leere Tube fotografieren, doch plötzlich schoss Jesse Hines ins Bild, nur wenige Zentimeter von meiner Linse entfernt.

Beim Betrachten dieses Shots werden bei mir Kindheitserinnerungen geweckt. Ich muss unweigerlich an die Zeit denken, in der ich einfach nur in den Tag hineinlebte und mir nur darüber Gedanken machen musste, wie und wo ich als nächstes surfen gehe. Hier cruised Eric Soderquist durch den Tunnel und lässt alles andere hinter sich.

Eric Soderquist im Schatten des gelben Lichts.

Cylinders, Newport Beach. Die Kombination aus Abendlicht und langer Belichtungszeit sorgt in diesem Bild für die verrückte Farbmischung. Ich mag dieses Bild, da es mich an ein Gemälde erinnert.

Sonoma County Blues. Es war faszinierend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit das Wasser aus der Mündung des Salmon Creek Rivers auf die hereinrollenden Wellen traf. Es entstand ein dramatisches Farbspektrum! Ich finde, dass die Belichtungszeit von 1/30 Sekunde dies perfekt einfängt.

Dieser Bechbreak vor der Küste von Los Angeles ist eher für sein schmutziges Wasser und weniger für seine cleanen Barrels bekannt. An diesem Tag kam beides zusammen. Ich erwischte diese Tube in der Inside und schaffte es soeben, mein Unterwassergehäuse hineinzuhalten. Diese Welle war nur etwa 20 cm hoch. Kein Witz!

Verheerende Waldbrände zerstörten im Herbst 2007 zwischen Malibu und Oceanside eine ganze Reihe Wohnhäuser. Der starke Wind blies den Rauch und jede Menge Aschepartikel die Küste hinauf. Die Asche und der Qualm sorgten den ganzen Tag über für dämmriges, warmes Licht. Ich habe dieses Bild von einem Hügel aus geschossen. Eine gute Wahl – was die Perspektive angeht, passt hier einfach alles.

Experimente mit Licht und Schatten (1). Rider: Nate Tyler.

Experimente mit Licht und Schatten (2). Rider: Sepp Bruhwiler

Experimente mit Licht und Schatten (3). Rider: Chad Jackson.

Auf meiner ersten Reise nach Indonesien fotografierte ich in Macaronis und sah zum ersten Mal Wellen in absoluter Perfektion. An diesem Tag feuerte das Riff und wenn Macaronis groß wird, schmeiflt die Lippe eine Menge Wasser nach vorne. Dann hat die Welle gewisse Ähnlichkeit mit Chopes. An diesem Tag bin ich mehrmals ziemlich heftig gewaschen worden. Hier wollte ich eigentlich eine leere Tube fotografieren, doch plötzlich schoss Jesse Hines ins Bild, nur wenige Zentimeter von meiner Linse entfernt.

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