Wie, schon fertig? Alle Zeichen standen auf Schwabbel-Dünung, also haben Commisioner Kieren Perrow und Co den Billabong Pro Tahiti im Rekordtempo, fast schon klammheimlich durchgezogen. Ich war für's kommende Yearbook in Kalifornien unterwegs und hab's komplett verpasst, aber dafür haben wir ja Sevo! Auch wenn Tahiti's Vorzeigeriff nur auf Sparflamme gefeuert hat und die Judges ihren Sinn für Gerechtigkeit (zumindest kurzzeitig) wiederfanden, gab's sportlich dann doch die ein oder andere erwähnenswerte Änderung.

 Billabong Pro Tahiti

Your new World Rankings Leader: Jordy Smith.

Matty Wilkinson tritt mal wieder zur Tour-Halbzeit sein gelbes Leaders-Jersey ab. Dieses mal an Jordy, den die Tourleitung dieses Jahr wohl unbedingt auf den Thron hieven will. Ganz im Gegenteil zu Felipe Toledo, der das ganze Jahr über schon nach Strich und Faden verarscht wird. Bei den US-Open in Huntington musste ich noch live mit ansehen, wie ihm der sichere Sieg durch eine ziemlich fantasievolle Auslegung der Interference-Regel verwehrt wurde. In Tahiti hat sich der momentan wohl beste Surfer der Welt durch fahriges Surfen und merkwürdige Anfängerfehler selbst aus dem Spiel genommen. Nach seinem geglückten J-Bay Comeback sah es noch so aus, als würde er das Feld von hinten aufrollen, doch daraus wird nach Tahiti nichts. Seinen Platz als Darkhorse-Titelanwärter muss er an Julian Wilson abtreten, der endlich mal sein ganzes Potential abrufen konnte und die Nummer verdient nach Hause schaukelte.

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Billabong Pro Tahiti Julian Wilson

Julian Wilson richtet den Blick nach vorne. Title-Contender? Wir werden sehen...

Scheint als wäre es der Führungsetage wichtig, ein Fotofinish am Ende des Jahres zu erzwingen - und warum auch nicht? Spannend wird's auf jeden Fall. Außerdem sollten wir die gratis Hochglanz-Produktion so lange genießen wie wir können, denn Sevo hat da eine dunkle Vorahnung. Hört selbst...

Sevo Video Recap Tahiti

Don't shoot the messenger... Sevo ahnt Übles!