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Travel-Tipp: Ecuador

Geschrieben von: Jens Steffenhagen Freitag, den 25. Juni 2010 um 12:44 Uhr

Wenn Chile und Peru die südamerikanischen Pendants zu Oahus North Shore und Bali sind, dann entspricht Ecuador den Mentawais. Wer per Boot die vorgelagerten Inseln erkundet, wird saubere Wellen, kristallklares Wasser und entspannte Wellen erleben: Relaxtes Surfen ohne brutale Adrenalinkicks.

 

Ecuador ist einfach der perfekte Platz, um Surfen ohne lebensbedrohliche Situationen zu genieflen. Du stehst früh auf, teilst dir mit ein paar freundlichen Leuten ein paar Wellen, trinkst bei strahlendem Sonnenschein ein kaltes Bier, machst einen kurzen Mittagsschlaf, surfst eine zweite Session, schaust dir einen perfekten Sonnenuntergang an, isst leckeren Fisch und gehst ins Bett, um am nächsten Tag wieder von vorne anzufangen.

Natürlich erlebst du in Ecuador, wie an jedem anderen Ort auf der Welt, gute und schlechte Tage. Es kann sein, dass du auf der Suche nach perfekten, einen Meter hohen Wellen den besten Tag des Jahres erwischst und vor deinen Augen saubere Barrels an den Strand hämmern. Es kann aber auch genau das Gegenteil passieren. Eines ist klar: Für Bigwave-Surfen ist Ecuador die falsche Adresse. Zum Glück.

 

Surfbare Wellen findet man hier das ganze Jahr über, die konstantesten Bedingungen gibt es jedoch im Sommer (Dezember bis März). Dann kommen die Swells aus Nordwesten, dazu weht nicht selten eine ablandige Brise.

 

Die beliebtesten Spots liegen zwischen Salinas im Süden und Manta im Norden. Salinas ist die gröflte, touristischste Stadt des Landes und war 2004 Gastgeber der ISA World Surfing Games. Im April 2009 fanden dort die ISA World Junior Surfing Championships statt. Die langen Lefts von La Fae, die Barrels von Shit Bay und die tubenden Rights des Beachbreaks Ecuasal sind die bekanntesten Spots dieser Region.

 

Manta ist der zweitgrößflte Hafen des Landes und zugleich die Bodyboard-Hauptstadt Ecuadors. Hier macht auch die World Bodyboarding Tour Station. Die besten Breaks rund um Manta sind El Murcielago und San Mateo.

 

Zwischen Salinas und Manta gibt es jede Menge gute Wellen zu entdecken. Allen voran Montanita, einer der besten Righthander der Welt, der es wahrlich in sich hat. Hier kann man gut ein paar Tage bleiben. Nicht nur wegen des erstklassigen Pointbreaks – auch der Vibe in diesem kleinen Ort, der wie ein Magnet Reisende aus der ganzen Welt anzuziehen scheint, ist sehr entspannt. 

 

 

Beste Reisezeit: Sommer der Südhalbkugel (Dezember – März) mit kräftigen Nordswells, häufigem Offshore-Wind.
Tipps: Surfen: Beachte die Gezeiten. Spots, die morgens unsurfbar aussehen, können am Nachmittag feuern. In Montaoita kannst du für kleines Geld ein Balsaholz-Board kaufen  – ein perfektes Souvenir.  
Nightlife: Salinas, Manta und Montanita sind die Städte zum Feiern.
Sonstiges: Die Einheimischen sind generell gut auf Touristen zu sprechen, sofern man ihnen mit Respekt begegnet. Ein Besuch auf den Galapagosinseln lohnt sich!
Gefahren: Pass auf deine Sachen auf und lass Nichts unbeobachtet. Vorsicht an Steinstränden. Bei schnellem Tidenwechsel können hier tückische Felsen in der Inside auftauchen. Schau dir den Ein- und Ausstieg immer genau an. Vorsicht vor den Taschendieben in der Grenzstadt Tumbes. Wer hier die Grenze nach Peru übertritt, braucht zwei Paar Augen!
Quiver: Ein Shortboard für die Beachbreaks und ein Pintail für die größeren Tage und die Points.
Unbedingt einpacken: Reichlich Sonnencreme, Hut und alles, was dich vor der Sonne schützt. Insektenschutzmittel, reichlich Boardshorts und Warmwasser-Wax.
Unterkunft: Die Auswahl an Unterkünften in Salinas, Montanita, Manta und den anderen Spots ist grofl. Für 20 $ pro Nacht gibt es Zimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad. Wer länger bleibt, bekommt Rabatt. Für ein Hotelzimmer muss man in Salinas gut 100 $ pro Nacht hinblättern.
Webseiten: gentesurfer.com, fesurf.org
Bücher: Moon Handbooks Ecuador & the Galapagos Islands (Englisch, 2009),

Reise Knowhow - Ecuador, Galapa≠gos (Deutsch, 2008)

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Die langen Rights von San Lorenzo. Foto: Woody Woodworth
Die Locals von Mateo wiegen ihren Fang. In Ecuador lebt ein Großteil der Bevölkerung von der Fischerei. Meeresfrüchte und Fischgerichte bekommt man zu Spottpreisen. Foto: Woody Woodworth
Kraftvolle Beachbreaks wie dieser erfordern volles Commitment. Unbekannter Local an einem Secretspot. Foto: Emiliano Gatica
In Salinas, der größten und touristischsten Stadt des Landes, gibt es nicht nur schöne Ecken. Aber schon wenige Kilometer von dieser Mallorca-artigen Szenerie findet man Top-Beachbreaks. Foto: Woody Woodworth
San Mateo. An guten Tagen läuft diese Left in der Nähe von Manta bis zu 500 Meter über das Riff. Foto: Woody Woodworth
Die heilige Madonna spielt in dem christlichen Land eine große Rolle. Fisch auch. Das führt zu rührenden Collagen, wie auf dieser Schaluppe in Mateo. Foto: Woody Woodworth
Die langen Rights von San Lorenzo. Foto: Woody Woodworth
Die Locals von Mateo wiegen ihren Fang. In Ecuador lebt ein Großteil der Bevölkerung von der Fischerei. Meeresfrüchte und Fischgerichte bekommt man zu Spottpreisen. Foto: Woody Woodworth
Kraftvolle Beachbreaks wie dieser erfordern volles Commitment. Unbekannter Local an einem Secretspot. Foto: Emiliano Gatica
In Salinas, der größten und touristischsten Stadt des Landes, gibt es nicht nur schöne Ecken. Aber schon wenige Kilometer von dieser Mallorca-artigen Szenerie findet man Top-Beachbreaks. Foto: Woody Woodworth
San Mateo. An guten Tagen läuft diese Left in der Nähe von Manta bis zu 500 Meter über das Riff. Foto: Woody Woodworth
Die heilige Madonna spielt in dem christlichen Land eine große Rolle. Fisch auch. Das führt zu rührenden Collagen, wie auf dieser Schaluppe in Mateo. Foto: Woody Woodworth
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