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Travel-Tipp: Kantabrien

Geschrieben von: Jens Steffenhagen Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 10:47 Uhr

Spanien ist das neue Frankreich. Wälzten sich die Karawanen deutscher Bus-Touris in den Neunzigern meist zwischen Lacanau und Biarritz, so findet man die hunnischen Trutzburgen heute besondes in den Buchten Kantabriens und Asturiens. Deren Vorteil liegt auf der Hand: Anstatt sich mit Flics und arroganten Locals rumzuärgern, kann man hier wirklich am Meer campen und softe Spots für sich allein haben. Besonders Kantabrien ist mit seinen langgezogenen Almen und den unzähligen Playas ein El Dorado für alle, die im Sommer auf der Suche nach Entspannung sind.

 

Beste Reisezeit: April - November
Surfen: Durch die vielen Buchten findet man eigentlich immer einen Spot, der windgeschützt oder sogar offshore ist. Die große Checkerrunde lohnt sich. Beachte die Gezeiten! Spots, die morgens unsurfbar aussehen, können am Nachmittag feuern. 
Nightlife: In Santander kocht es nicht nur am Wochenende. Im Sommer ist die Stadt Partycity. Das Leben spielt sich komplett vor den Bars auf der Straße ab, nach 2 Uhr morgens gehts dann in die Clubs.
Anreise: Santander wird u.a. von Ryanair angeflogen. Einen coolen Busverleih inklusive Flughafen-Pickup bietet surf-cars. Bei Nils, dem deutschen Besitzer, bekommst Du Surf-Equipment und voll ausgebaute VW-Campingvans für  400€/ Wo. inklusive 1000 Freikilometer. Genug, um alle Buchten Kantabriens abzufahren.
Unterkunft: Für Alle, die nicht mit dem Bus unterwegs sind, empfiehlt sich eins der Camps der Region. Das strategisch perfekt gelegene Hostal in Langre bietet ebenfalls einen Flughafen-Pickup und alle erdenklichen Unterkunfts-Varianten ab 120€/ Wo an.

kantabrien_galizano_thumb

Einer der vielen Secret Spots entlang der zerklüfteten Küste Kantabriens. Egal, welche Windrichtung vorherrscht – glassy Surf lässt sich immer finden, wenn genug Swell vorhanden ist. 

Das Level im Wasser ist hoch. Von Dani Garcia bis "El Matador" Pablo Gutierrez - Kantabrien hat unzählige lokale Helden. Besonders in Liencres, Los Locos, Somo und, wie hier, Sardinero fliegt viel Spray.
La Fortaleza. Ein Semi-Secret, der extrem selten läuft. So ein Point ist im Land der Beachbreaks natürlich ein gut gehüteter Schatz – wer suchet, der findet. Die längste Welle Kantabriens ist es wert. Nix für Intermediates.
Ein typisches Sommer-Setup: Steile Felsen, feiner Sand, saubere kleine Wellen und viel Platz. Die tiefen Buchten sorgen auch in den großen Herbst- und Winterswells für Ordnung, werden allerdings selten weltklasse.
Da war wahrscheinlich die Tourismus-Behörde am Werk... Auf den saftigen Wiesen der Region fühlt man sich zwischen Herbst und Frühjahr wie in Bayern: Kuhglocken, gedüngte Felder und manchmal schneebedeckte Gipfel in der Ferne.

Pablo Gutierrez. In der Bucht von Somo bricht die berühmteste Welle Kantabriens: La Isla Santa Marina, ein ziemlich heftiger Big Wave Spot. Zur Größe und Power der Rechten, die sich um die kleine insel wickelt, kommt der lange Paddelweg, eine enge Takeoff-Zone und hysterische Locals. Also nix für uns. Vom Lineup des Beachbreaks aus, der auch ordentlich hagelt, wenn La Isla läuft, kann man sich die Show aber gut angucken.

 

Kantabrien ist so wunderschön, dass man definitv etwas verpasst, wenn man sich nicht hier und da mal vom Strand löst. Die Picos de Europe, eine Bergkette, die sich im Inland parallel zum Meer erstreckt, gehört zu den wildesten Ecken Westeuropas – Bären und Wölfe inklusive. Entlang der Küste gibt es durch die vielen Buchten Lagunenartige Becken, die fast an Hawaii erinnern.
Los Locos ist der hohlste Beachbreak im Land. Seine Röhren werden allerdings von einer Localgang gehütet, die auch ziemlich loco ist und einem extrem auf den Sack gehen kann. Einen Versuch ist der Spot aber immer wert.
Boris Malcherek aus Hamburg bereiste die Gegend fünf Jahre lang, bevor er sich 1998 in Langre niederließ und sein Camp eröffnete. Nicht ganz einfach in einer derart ländlichen Gegend, in der jeder jeden kennt und die Toleranz gegenüber Fremden eher gering ist. Mittlerweile nennen die Locals Langre schon "Playa de Boris" und begegnen dem La-Isla-Regular mit Respekt.

Einer der vielen Secret Spots entlang der zerklüfteten Küste Kantabriens. Egal, welche Windrichtung vorherrscht – glassy Surf lässt sich immer finden, wenn genug Swell vorhanden ist. 

Das Level im Wasser ist hoch. Von Dani Garcia bis "El Matador" Pablo Gutierrez - Kantabrien hat unzählige lokale Helden. Besonders in Liencres, Los Locos, Somo und, wie hier, Sardinero fliegt viel Spray.
La Fortaleza. Ein Semi-Secret, der extrem selten läuft. So ein Point ist im Land der Beachbreaks natürlich ein gut gehüteter Schatz – wer suchet, der findet. Die längste Welle Kantabriens ist es wert. Nix für Intermediates.
Ein typisches Sommer-Setup: Steile Felsen, feiner Sand, saubere kleine Wellen und viel Platz. Die tiefen Buchten sorgen auch in den großen Herbst- und Winterswells für Ordnung, werden allerdings selten weltklasse.
Da war wahrscheinlich die Tourismus-Behörde am Werk... Auf den saftigen Wiesen der Region fühlt man sich zwischen Herbst und Frühjahr wie in Bayern: Kuhglocken, gedüngte Felder und manchmal schneebedeckte Gipfel in der Ferne.

Pablo Gutierrez. In der Bucht von Somo bricht die berühmteste Welle Kantabriens: La Isla Santa Marina, ein ziemlich heftiger Big Wave Spot. Zur Größe und Power der Rechten, die sich um die kleine insel wickelt, kommt der lange Paddelweg, eine enge Takeoff-Zone und hysterische Locals. Also nix für uns. Vom Lineup des Beachbreaks aus, der auch ordentlich hagelt, wenn La Isla läuft, kann man sich die Show aber gut angucken.

 

Kantabrien ist so wunderschön, dass man definitv etwas verpasst, wenn man sich nicht hier und da mal vom Strand löst. Die Picos de Europe, eine Bergkette, die sich im Inland parallel zum Meer erstreckt, gehört zu den wildesten Ecken Westeuropas – Bären und Wölfe inklusive. Entlang der Küste gibt es durch die vielen Buchten Lagunenartige Becken, die fast an Hawaii erinnern.
Los Locos ist der hohlste Beachbreak im Land. Seine Röhren werden allerdings von einer Localgang gehütet, die auch ziemlich loco ist und einem extrem auf den Sack gehen kann. Einen Versuch ist der Spot aber immer wert.
Boris Malcherek aus Hamburg bereiste die Gegend fünf Jahre lang, bevor er sich 1998 in Langre niederließ und sein Camp eröffnete. Nicht ganz einfach in einer derart ländlichen Gegend, in der jeder jeden kennt und die Toleranz gegenüber Fremden eher gering ist. Mittlerweile nennen die Locals Langre schon "Playa de Boris" und begegnen dem La-Isla-Regular mit Respekt.
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