Starke SW und SSW Winde drückten bereits am Dienstagabend in den Ärmelkanal. Die Hoffnung auf epische Druckwellen, die in hoher Periode Richtung Nordseeküste wandern würden, stieg schon Tage zuvor. 
Als am Vorabend des Swells dann noch eine leichte Brise aus ESE im Wind Guru auftauchte, musste so mancher Fingernagel dran glauben. Zum ersten Tageslicht sahen die Conditions nahezu perfekt aus. Druckwellen, hohe Periode und leichte Cross- Offshore Winde.


Bevor es in die Horizontale ging, wurden also noch jegliche Boards ausgekramt, um den wie gewohnt völlig überflüssigen Back-Up Quiver in Schuss zu bringen.
Noch weniger nützlich als der Back-Up Quiver, sind die verwirrten Nordseewinde. Über Nacht drehte der starke Wind mehrmals und blieb nie mehr als einige Stunden konstant. Das Resultat; ein kappeliges Surface, ein kleinerer Wellengang und nur wenig Druck.  Damn it. Und schon macht sich die alt bekannte Enttäuschung breit. Aber etwas Hoffnung bleibt!

Morning Glory
In den früher Morgenstunden, bevor der Südswell abdrehte, scorten Louie Angenendt und Oliver Hartkopp den perfekten Swell in Vorupør. Lange hielt die Session jedoch nicht an: „Dann hat es sich mit dem Nordswell vermischt und es ist weird geworden“, erzählt mir Louie. Im Verlauf des Tages sollte sowohl Wind als auch Swell komplett auf NW drehen, eine perfekte Kombination für solide Wedges und Barrels entlang der Küste. Nach Stunden langen rumtelefonieren, entschieden Louie und Olli sich gegen die üblichen Nordswell-Spots und verließen sich auf ihr eigenes Glück: Ins Auto Richtung Agger, wo sie solange nach Süden laufen würden, bis sich eine Bank mit konstanten Wellen offenbart. Auf ihrem Weg zog sich der Himmel langsam zu und das Gesindel des Nordswells zeigte sich: kalter Wind und dunkle Regenwolken am Horizont.

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Louie Dk Report3

Für August fühlte es sich an, wie eine Spät-Season Session. Keine Menschen Seele weit und breit. Klempnerte Stille. Nur unsere Schritte und das minütliche Donnern eines Sets, durchreißen die gespenstische Atmosphäre.

Die Klänge der Sets steigerten die Vorfreude der beiden, bis nach drei Kilometern endlich eine Dünung am Horizont sichtbar wurde. Ein Peak, der eine lange Left hinter sich zieht und hin und wieder eine kurze, aber schnelle Right. 



 

Louie Dk Report2

Louie Dk Report4

In mitten einer Landschaft aus Sand, Dünen und Plastikmüll machten wir uns bereit, um die Magie dieser Session voll auszunutzen. Der einzige Local, den wir während der Session trafen, war eine Robbe, die uns verwundert im Auge behielt. Soweit weg sieht sie wohl nicht oft Menschen. 


 

 

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Credits 

Louie Angenendt