Der Kampf gegen Equinor, um die Große Australische Bucht zu retten, braucht jetzt eure Stimme - denn dieser besondere Teil Australiens ist in Gefahr!

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Ein altes Unternehmen (Statoil) mit neuem Namen (Equinor) hat seine Pläne für Tiefsehborungen in der Great Australian Bight veröffentlicht. Der Öl-Gigant will noch in diesem Jahr mit den Bohrarbeiten beginnen. Die vorgesehene "Stromlo-1" Bohrplattform soll über 300km von der Küste entfernt, mitten im Südlichen Ozean hochgezogen werden und läge damit in der Schussbahn der Roaring Forties. Die Ausmaße des Unterfangens - und der möglichen Konsequenzen werden deutlich, wenn man die Ölförderungspläne, inklusive der Katastrophenmodelle sieht: Der Ölteppich würde sämtliche Strände von Margaret River im Westen, bis Port Macquarie im Osten überziehen. Equinor beteuert dennoch, dass die Bohrungen "sicher durchgeführt werden können". Die Behauptungen erinnern an BPs Versprechen bezüglich der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Die Pachtverträge für die Bucht hat Equinor übrigens von BP erworben.

Equinor Fight Australian Bight

Wenn Equinor grünes Licht bekommt, wird die Bucht offiziell zum Ölfeld. Schon jetzt wurde das Gebiet in Explorations-Leases aufgeteilt. Andere Betreiber verfolgen die Entwicklungen also aufmerksam. Wenn Equinor jedoch aufgehalten werden kann, gibt es ein starkes Argument für ein Moratorium für Deepsea-Bohrungen in der Bight. Abgesehen vom Offensichtlichen natürlich, denn Bohrungen in diesem Gebiet wären extrem tief und extrem riskant. Das Risiko beträfe alles und jeden an der gesamten Südküste Australiens, während der Profit des Irrsins nach Norwegen ginge.

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Der "Umweltplan" von Equinor liegt der Industrie-Regulierungsbehörde NOPSEMA vor und ist bis zum 20. März zugänglich. Dies ist die letzte öffentliche Konsultation, bevor NOPSEMA eine Entscheidung trifft. Jetzt ist die Zeit, Stellung zu beziehen und aktiv am Kampf um die Bight teilzunehmen. Falls ihr nicht sicher seid, wie ihr euren Beitrag formulieren möchtet, gibt es hier ein paar Tipps.

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Auf individueller Ebene fühlt man sich schnell überwältigt, wenn man mit monumentalen Herausforderungen wie dieser konfrontiert wird. Doch Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und Branchen kommen zusammen, um Equinor die Stirn zu bieten. Diese Bewegung begann lokal und breitet sich schnell über Gemeinschaften, Länder und Kulturen aus - jeder von uns kann etwas unternehmen.

Setzt Equinor unter Druck, indem ihr den Wahnsinn hier kommentiert: www.equinor.com/en/where-we-are/gabproject/submitting-your-comments-to-the-ep.html

Big Oil Don't Surf.
Bight Back!

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Credits

Patagonia

Jarrah Lynch