Endloses Potential - Über 1000 Inseln, verteilt auf 26 Atolle. Mit vielen perfekten Reefbreaks, beständigen Swells, warmem Wasser und leichten, wechselnden Winden, sind die Malediven auf jeder Surftrip-Bucketlist weit oben. Von Juli bis August dreht der Indische Ozean so richtig auf, doch je nachdem wo man sich in der tropischen Perlenkette von Atollen gerade aufhält, gibt es von Anfang März bis Ende Oktober Wellen für jedes Level.

Malediven The Perfect Wave
Kandooma Right.

Malediven Lohis Resort
Lohi's Left.

Alle Reisen beginnen am internationalen Flughafen in der Hauptstadt Male im Zentrum des Archipels. Von hier aus geht es entweder an Bord eines Surfcharters weiter, oder mit dem Boot zu einem der vielen Spots im Male Atoll und der näheren Umgebung. Wer abseits vom Schuss seine Wellen finden will, nimmt einen günstigen Inlandsflug oder macht sich auf eine lange Überfahrt in den hohen Norden oder den Süden des Inselstaats gefasst. 

Malediven Palm Perfection
Nach tropischen Klischees muss man auf den Malediven nicht lang suchen.

Bevor es losgeht: Die Travel Tipp Checklist

Die Möglichkeiten sind schier endlos und natürlich muss man sich vor Ort auch nach den Swells richten, doch bevor die Reise eingetütet und alles gebucht wird, gibt es eine kleine Checklist an Wissenswertem, das ihr beachten solltet. Die Vielfalt der Wellen ist unschlagbar, doch es gibt ausschließlich Reefbreaks auf den Malediven. Daher ist mindestens ein Backup-Board und ein gut gefülltes Dingrepair-Kit, sowie ein entsprechender Verbandskasten für kleinere Reefcuts absolute Pflicht. Bei einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 28°C könnt ihr eure Wetsuits getrost zuhause lassen, doch ein langärmliges Lycra (oder ein ironisches Hawaii-Hemd für die Hipster) ist bei stundenlangen Sessions in der prallen Sonne sehr zu empfehlen. Auch wenn auf den Booten und Urlaubsinseln andere Regeln gelten, ist die Kultur dieses islamischen Landes natürlich stets zu respektieren. Das gilt vor Allem für diejenigen, die sich entschließen auf einer bewohnten Insel zu übernachten. Surferinnen und weibliche Reisebegleitungen werden gebeten sich an Land konservativ zu kleiden und beim (Sonnen-)Baden darauf zu achten, einen designierten Bikini-Strand zu finden. Auch das kühle Bier nach der langen Session ist nur auf den Surfcharters und den Resortinseln erlaubt. Wer sich respektvoll verhält, wird von der warmen Gastfreundschaft der Locals empfangen – an Land, wie im Lineup. 

Malediven Local Girl
"Respect goes a long way on the Maldives" - An Land...

Malediven Southern Atolls
Und im Lineup sowieso!

Malediven-Trips mit Inseln als Homebase: Island Hopping

So wie es auf den Malediven geeignete Wellen für jedes Level gibt, bietet das Land auch Unterkunftsmöglichkeiten für jedes Budget. Während etwa 250 der über 1000 Inseln bewohnt sind, befinden sich nicht alle in unmittelbarer Nähe zu guten Wellen. Für alle, die während ihres Trips lieber festes Land unter den Füßen haben und trotzdem mehr Wellen wollen, als sie surfen können, empfiehlt es sich, in einem Resort mit privater Welle und täglichem Bootsservice zu anderen Spots in der Umgebung unterzukommen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, ein Zimmer in einer Pension, einem Hotel oder Airbnb auf einer Insel wie Himmafushi oder Thulusdhoo zu buchen, von der aus Weltklasse-Spots wie Jailbreaks oder Cokes vom Ufer aus erreichbar sind. Außerdem gibt es Hotels und Gästehäuser auf Inseln ohne eigene Wellen, vor allem im Male Atoll, die einen Bootsservice anbieten, der euch zu nahegelegenen Spots bringt. Die letzte Option besteht darin, auf einer abgelegenen Insel im Norden oder Süden, die Reisende aufnimmt, eine Unterkunft und ein Boot zu mieten, das sich in Reichweite einer oder mehrerer Wellen befindet.

TPW-mentawai-article

Malediven Kandooma Resort
Kandooma Resort. Was will man mehr?

Malediven Paddle Out
Einen eigenen Lineup vielleicht? Ein Boattrip macht's möglich!

Auf eigene Faust geht natürlich immer, doch wer auf Nummer Sicher gehen und einen unvergesslichen Trip auf die Malediven buchen möchte, der verlässt sich am besten auf die Erfahrung von renommierten Unternehmen wie The Perfect Wave. Die Jungs haben alle Variablen im Griff, wissen für jede Saison die richtige Region und haben alle auf der Website aufgeführten Hotels, Resorts und Boote persönlich getestet und ausgewählt. Und teurer als eine direkte Buchung wird das Ganze auch nicht, da Surftrip-Spezialisten wie The Perfect Wave eine Provision gezahlt wird, die von den Kosten jeder Reise abgezogen wird. Wer die Sache trotzdem lieber selbst regelt, ist bei der Tourismus-Website der Malediven gut aufgehoben. Hier gibt es eine hilfreiche Liste von Übernachtungsmöglichkeiten speziell für Surfer. Und wer seine eigene Welle irgendwo abseits der Karten finden möchte, beginnt am besten mit Google Maps und Magic Seaweed :).

Malediven Central Atolls Sunset 

Im zweiten Teil dieser Travel Tipp Reihe geht es um den absoluten Traum-Trip: Boattrips auf den Malediven!

//

Text: Dave Mailman

Fotos: The Perfect Wave / Ryan Craig