Es ist kein Geheimnis mehr, dass Irland neben grünen Weiden und urigen Pubs auch erstklassige Wellen zu bieten hat. Beeindruckende Videos vom Big Wave Spot Mullaghmore haben der Insel mittlerweile einen festen Platz auf der Surf-Landkarte gesichert.

Das Eiland im Nordatlantik bietet ein Klima, das dank des Golfstroms wärmer ist als oft vermutet, und Spots, die noch nicht vollkommen überlaufen sind. Wer nach Irland reist muss aber bereit sein, sich auf die mitunter recht frischen Coldwater-Bedingungen einzulassen. Irland ist rau, schließlich regnet es hier mehr als andernorts, und die Sonne lässt sich nicht ganz so oft blicken. Prollige Sonnenanbeter und Schönwetter-Surfer verirren sich garantiert nicht hierher. Dies ist zugleich der größte Vorteil, den Irland als Surf-Destination zu bieten hat: Hier ist noch Platz im Wasser! An der irischen Westküste herrscht ehrlicher Surf-Spirit, und der Spaß am Surfen steht klar im Vordergrund – für Locals genauso wie für Touristen.

 

Grünes Surferparadies mit hoher Wellenausbeute 

Saubere Point-Breaks, felsige Reefbreaks und feinsandige Beachbreaks umrahmt von einer dramatischen Inselkulisse: Irland fährt das volle Spot-Repertoire auf. Zu den bekanntesten Surf-Spots gehören die Reefbreaks von Easkey und die vielfältigen Beachbreaks von Strandhill, Bundoran, Tullan und Enniscrone im Nordwesten Irlands. Gerade mal 60 Autominuten trennen die Spots voneinander –  perfekte Voraussetzungen also, die verschiedenen Bedingungen jedes einzelnen Spots zu testen.

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Außerdem garantieren dir die vielfältigen Wellen in kurzen Entfernungen eine hohe Wellenausbeute. Dazu kommen viele Secret Spots, die je nach Swellrichtung funktionieren. Die Locals sind in der Regel freundlich und wer ihnen offen begegnet wird sicher erfahren, an welchem Küstenabschnitt sich eine Surfsession lohnt. Besonders nach dem Surf, mit einem frisch gezapften Guinness in der Hand, lässt sich mit den Einheimischen hervorragend fachsimpeln. Die Iren freuen sich immer über aufgeschlossene - und trinkfeste - Gäste.

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Für den Fall, dass die irische Wellenmaschine mal nicht auf Touren kommt, hat die grüne Insel aber noch andere Asse im Ärmel: Idyllische Bergszenerien und Seenlandschaften laden zu ausgiebigen Wanderungen oder Biketouren ein. Für all diejenigen, die ihre wellenfreie Zeit trotzdem nicht ohne Brett bestreiten möchten, bieten Surfboard-Shape-Schmieden wie WAXON den perfekten Freizeitausgleich. Hier kannst du dir ein Custom-Board anfertigen lassen – vom Longboard über den Retro-Fish bis hin zum Shortboard gehen hier sämtliche Surferträume in Erfüllung. Das hat auch die irische Surf-Nationalmannschaft erkannt und lässt deshalb ihre Boards hier fertigen. 

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Wer sich an wellenarmen Tagen mal für ein paar Stunden ganz von der Außenwelt abkapseln möchte, kann sich zum Beispiel bei einem traditionellen Seaweedbath in Strandhill erholen. Und für alle, die die lokale Küche kennen lernen und den Einheimischen noch näher kommen möchten, bieten charmante Cafés wie das Shells in Sligo die perfekte Gelegenheit. Hier sind besonders die leckeren Eggs Benedict zum Frühstück empfehlenswert.

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Ganz egal also, ob du nur zum Surfen nach Irland kommst oder dich für Land und Leute interessierst: Irland ist einen Besuch wert. In unserem Artikel über ‚Europes Hidden Beauties’ gibt es noch mehr Tipps zum Surfen in Irland. Surfcamps und Travel-Packages nach Irland findest du zum Beispiel bei: Driftwood Traveling (www.driftwood-travelling.com) und Endo Surf (www.endosurf.com).

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Fotos: Steffen Körtje